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Geprüft am 2026-01-18. Was noch umstritten ist, wird als umstritten gekennzeichnet.
Alle Warane sind tagaktiv. Abends ziehen sich Warane in ihr Versteck zurück und ruhen bis zum nächsten Morgen. Die meisten Warane sonnen sich dann am Morgen ausgiebig. Je nach den klimatischen Bedingungen in ihrem Verbreitungsgebiet verstecken sich Warane um die Mittagszeit vor zu starker Hitze oder sind zu dieser Zeit aufgrund optimaler Temperaturen besonders aktiv. Wie alle Schuppenkriechtiere sind Warane ektotherm und erhöhen ihre Körpertemperatur durch Sonnen, oder sie kühlen sich durch Rückzug in ein Versteck, in den Schatten oder ins Wasser ab. Warane können durch schnelles Heben und Senken des Mundbodens mittels des Zungenbeinapparates auch „hecheln“ und ihre Körpertemperatur senken; dieses Verhalten führt jedoch zu beträchtlichem Wasserverlust und wird nur bei unmittelbarer Gefahr der Überhitzung angewandt. Aktive Warane haben üblicherweise eine Körpertemperatur von 22–38 °C. Die meisten Warane versuchen, durch aktive Thermoregulation eine Vorzugstemperatur um die 36 °C aufrechtzuerhalten. Die Vorzugstemperatur unterscheidet sich jedoch von Art zu Art und insbesondere semiaquatische Arten bevorzugen niedrigere Körpertemperaturen. Einige Arten sind wenig umsichtige Thermoregulatoren und erhalten dennoch eine günstige Körpertemperatur aufrecht. Dies hängt offenbar mit einer größeren Lichtabsorption ihrer Haut zusammen. Warane nutzen viele verschiedene Arten von Verstecken, so etwa Baumhöhlen, dichte Vegetation, Felsspalten und Termitenhügel. Die Mehrheit der Arten hingehen gräbt sich selber einen Bau oder übernimmt den Bau eines anderen Tieres.
Quellen: de.wikipedia.org
Einen eigenen Bau legen Warane bevorzugt unter Felsen oder Wurzelwerk an. Bei einigen Arten können selbst gegrabene Baue mehrere Meter lang sein. Waranarten aus den nördlichen und südlichen Verbreitungsgebieten halten meist eine Ruheperiode. Insbesondere Arten aus Nord- und Südafrika, Australien und Zentralasien bleiben während der Trockenzeit in ihrem Lebensraum weitgehend inaktiv, da zu dieser Zeit Nahrungsmangel herrscht. Zu Beginn der Trockenzeit ziehen sich die Warane in ein Versteck zurück und harren bis zur Regenzeit aus. Arten aus tropischen Gebieten hingegen sind oft das ganze Jahr über aktiv.
Quellen: de.wikipedia.org
Die meisten individuellen Warane bewegen sich in einem angestammten Gebiet, das als Aktionsraum bezeichnet werden kann. Die Aktionsräume von Männchen sind meist deutlich größer als die Aktionsräume von Weibchen. Die Größe von solchen Aktionsräumen hängt auch sehr stark vom Lebensraum und der Waranart ab. Die Aktionsräume von Individuen überlappen sich bei den meisten Arten, und das Streifgebiet wird üblicherweise nicht verteidigt. In nahrungsreichen Gebieten können die Aktionsräume kleiner sein, in nahrungsarmen Gebieten hingegen müssen größere Gebiete genutzt werden. Die täglich von Waranen zurückgelegten Strecken sind je nach Art und Umgebung höchst variabel: Der maximal 80 cm lang werdende V. glauerti etwa legt täglich im Mittel 37 m zurück, der bis zu 1,5 m lange Weißkehlwaran (V. albigularis) hingegen bis zu 5 km. Mit ihrer höheren aerobischen Kapazität sind Warane weit aktiver als andere Echsen und ihre Aktionsräume sind im Vergleich zu ähnlich großen Echsen besonders groß. Alle Warane sind Einzelgänger und die Individuen eines Gebietes begegnen sich nur selten. Vom Komodowaran (V. komodoensis) ist auch bekannt, dass sie Konfrontationen mit dominanten Individuen aktiv vermeiden. Wenn sich Warane dennoch treffen, so kommt es oft zu Konflikten, da nicht selten beide Warane von ein und derselben Ressource angezogen werden, beispielsweise Aas, Versteckplätze oder Fortpflanzungspartner. Diese Konflikte werden üblicherweise mit einem Kommentkampf gelöst. Solche Kämpfe können in allen Geschlechterkonstellationen auftreten und der Ablauf ist von Art zu Art verschieden.
Quellen: de.wikipedia.org
Anfänglich werden meist Drohgebärden ausgetauscht: Die Warane beginnen intensiv zu züngeln, nicken mit dem Kopf und blähen mithilfe des Zungenbeinapparats ihre Kehle auf. Die Rivalen beginnen laut zu hissen (zischen, fauchen) und richten sich teilweise auch leicht auf die Hinterbeine auf. Lässt sich keiner der Rivalen einschüchtern, so beginnt die clinch-Phase, die von wenigen Sekunden bis zu einer Stunde dauern kann. Beide Kontrahenten richten sich auf ihren Hinterbeinen auf, legen ihre Vorderbeine um den Schulterbereich des Rivalen und versuchen, sich gegenseitig niederzuringen. Schließlich wird ein Waran niedergerungen und der Sieger besteigt das unterlegene Exemplar (Pseudokopulation). Solch ein Kampf legt ein kurzzeitiges Dominanzverhältnis fest und der Sieger kann die umkämpfte Ressource nutzen. Die Kommentkämpfe folgen zwar meist dem hier dargestellten Grundmuster, können sich aber von Art zu Art unterscheiden. Anders als bei Beschädigungskämpfen kommt beim Kommentkampf keiner der Rivalen zu bleibendem körperlichem Schaden, da im Kommentkampf nicht gebissen wird. Beschädigungskämpfe können bei Waranen auch vorkommen, sind aber weit seltener. Nicht alle Warane binden eine clinch-Phase in den Kampf ein, auch wenn dieses Verhalten bei Waranen ursprünglich ist. Die clinch-Phase ging in der Indo-Asien B-Gruppe (siehe Biogeographische Entwicklung der heutigen Gruppen) sekundär verloren. Dasselbe ist bei den Zwergwaranen der Untergattung Odatria der Fall; diese führen einen Ringkampf am Boden aus.
Quellen: de.wikipedia.org
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